| Adventure Tour mit Gonzo |
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| Monday, 24 June 2013 20:59 |
adventure tour mit gonzo!
man(n) und auch frau kann nur sagen, dass diese ausfahrt durchaus dem thema angepasst war. nach kurzfristiger planung mit meiner besten ehegattin war es uns möglich, an diesem ausflug teilzunehmen. nachdem auch christian vom geänderten abfahrtermin (er war zeitlich noch auf freitag fixiert) verständigt wurde und er seine regierung von der wichtigkeit dieses ausfluges überreden konnte, war es dann am samstag mittag soweit.
erster clubausflug für ferdinand und moni! ferdinand (der immer traurig die abwesenheit von jaqueline in der garage bemerkt) durfte das erste mal mit den anderen in die grosse weite welt.
um 13:00 gab gonzo die anordnungen zum aufbruch. der weg führte über den triebener tauern und weiter ins lachtal (hier wollte jaqueline das erste mal den weiterritt verweigern). gewohnt, nach einer 70-100 km distanz etwas auszuruhen, wollte sie schon fast den blinker zum forellenstüberl (gute mehlspeisen, optisch positiv auffallende bedienung) setzen, wurde aber von gonzo unbarmherzig weitergetrieben.
weiter ging es über st.blasen (christian muss einmal über die erweiterung seiner f***ing tour nachdenken) und st.lamprecht (nur ein kurzer flüchtiger blick auf das stift) . laßnitz, oberalpe, metnitztal, vorbei an glödnitz, gurktal und weiter nach süden, und durch feldkirchen zur ossiacher tauernstrasse.
hier lauerten zwei premieren auf monika & ferdinand - bestraft durch einen halt bei einer tankstelle (OHNE ZU TANKEN) und ohne kaffee zu trinken, begann der himmel zu weinen (wobei natürlich auch regengott mirx an uns gedacht haben könnte). das erste mal überhaupt in die regenkombi (auch einer freundlichen einladung zum kaffee, ausgesprochen von einer hilfsbereiten kärtnerin, wurde standgehalten). kaum war der schock über den „liquid sunshine“ vorbei, nahm das schicksal (gonzo) für moni einen schlimmen verlauf.
adventure = abenteuer = „schotter muss sein“ - also eine weitere premiere für monika und etwas erhöhter puls (um es einmal salopp auszudrücken).
beim ablegen der regenkombi nach einigen schotterkilometern wollte jaqueline nicht mehr weiter und sich hinlegen und zur ruhe begeben. durch herzhaftes handeln von christian und gonzo wurde diese aktion aber verhindert. weiter ging es nach süden. keine rauch- oder sonstige pause in sicht. und die kulinarische köstlichkeit einer leberkäsesemmel aufgrund eines geheimtipps von christian wurde ebenso in den wind geschlagen, wie ein mögliches auffüllen des brennstoffes (für mensch und maschine)
endlich: tankstopp - kulinarischer höhepunkt: eine halbe schokoschnitte. aber wenigstens gelang es mir erstmals wieder die verdreckte kamera am vorderrad in betrieb zu nehmen (das ging natürlich zu lasten meiner verpflegungszeit)
hinauf auf den wurzenpass und nächste erst-tat: das erste mal auf dem motorrad in slowenien. kranjska gora kurz gestreift und schon wartete der vršič pass mit seinen 50 kehren auf uns (wenigstens in unserem fall die aufwärtskehren mit pflastersteinen und nicht bergab und ausserdem kein regen)
das passbild mit dem schild auf der passhöhe kann erst beim nächsten ausflug angefertigt werden, da der reiseleiter zur weiterfahrt drängte. nach kurzem fotohalt den pass hinunter und beim camp triglav eingecheckt.
hier durfte ich das erste mal das organisationstalent gonzos in extremer ausprägung beobachten. zeitlich mit ihm das zelt ausgepackt, waren wir noch immer in betrachtung der einzelteile und eines möglichen zusammenbaues vertieft (ikea-syndrom), als der reiseleiter bereits wieder frischgeducht und umgezogen aus seiner luxusvilla auftauchte. das abendessen, auf der bereits spürbar kühleren terrasse im freien und ein paar getränken drinnen an der bar, wurde rüde durch die wirtin „11.00 gibt nix mehr“ beendet. aufgrund organisatorischer mängel erwartete uns am nächsten tag in diesem gasthaus auch kein frühstück: „ erst ab 9:00 und alles ausverkauft“. gonzo hatte zur entlastung der doch etwas schwach-ps-igen ktm darauf verzichtet einen benzinkocher und cerealien mitzunehmen. wir darauf aus mangel an weitsicht. ABER: familie oberreiner, gewieft durch bereits erfolgte ausflüge, hatte genug verpflegung mit, um uns alle am andern morgen zu versorgen. also 7:30 tagwache, dann verpflegungsausgabe bei fam. oberreiner.
abbau des zeltes (hier ist wieder ein premieren eintrag fällig: erstes mal zelten für monika) und beladung der motorräder. ca 8:45 abfahrt durch das soča-tal. strahlend schönes wetter und ein herrlich türkis schimmernder fluss sorgten für hohe endorphin ausschüttung. um dieses gefühl bei moni nicht abklingen zu lassen, hatte gonzo noch eine kurze schotterpartie eingestreut, die mit einem kleinen boxenhalt aber ohne schäden endete.
danach war ein stopp (zum verspäteten frühstück - brunch?) vorgesehen, leider blieb aber die küche kalt (frühstück bis 9.00 mittagessen ab 12:00). dafür durften wir die interessante beladung eines triumph-motorrades beobachten (deutsche lenkerin), die in weiten teilen an den turmbau zu babel erinnerte.
bezüglich der dringend notwendig gewordenen nahrungsaufnahme wusste der umsichtige reiseleiter aber abhilfe und wir erreichten nach kurzer fahrt eine versteckte pizzeria, mit pizzas in wagenradgrösse (mindestens 21 zoll) und ausgezeichnetem essen, wobei susanne möglicherweise noch die kommende woche genug zu essen haben wird. eine horde germanischer motorradfreunde, die sich aus einer nebenstrasse vor uns auf den asphalt drängten, wurden von einer erbosten susanne versägt, während der langsame teil (moni/christian/hans) auf deren abbiegen wartete. über den seeberg ging es in bereits nettem tempo (durch verbesserte kehrentechnik bei ferdinand) zurück in die heimatlichen gefilde. durch das „mach-urlaub-bei-freunden“-land vorbei am gösseldorfer see, völkermarkter stausee, hüttenberg und endlich wieder in der steiermark - vorbei an neumarkt, durch das lachtal, triebener tauern zurück nach liezen wobei die geschwindigkeit im vergleich zur hinfahrt um einiges gesteigert werden konnte. aufgrund eines technischen gebrechens bei unseren motorrädern funktionierten an der eisenhofkreuzung nur die linken blinker, wir nahmen aber trotzdem den weg zum cafe white nach rechts und mit ein paar getränken endete eine traumhafte tour.
fazit: eine ausgesprochen schöne ausfahrt mit mehreren höhepunkten (an dem im zelt wird aufgrund platzmangels noch gearbeitet werden müssen), traumhafter kulisse rund um den triglav, wunderschönen pässen und unfallfreiem ablauf. wie man lesen konnte, waren es mehrere erstlingstaten, wobei der schotter unter markigen worten (monika) und das zelten mit neuanschaffung eines 3-mann/frau zeltes (siehe gonzos-luxusvilla) fortgesetzt werden wird (unser 2-mann/frau tunnelzelt kommt grössenmässig ca 30 jahre zu spät). die packliste wird noch einiges an feinarbeit erhalten und jaqueline alukoffer.
verbrauchter treibstoff: ca. 220 liter benzin 1,5 l kaffee 3,0 l cola fruchtsäfte in angemessenem rahmen einiges an bier mehrere bärenblutschnäpse tee in homöopathischen mengen und mineralwasser nicht der rede wert
Autor : Hans Lengauer
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| Last Updated on Tuesday, 25 June 2013 10:50 |