balkantour 2018:
 
am anfang stand wie immer das wort – oder war es der gedanke oder ??? das ist ab einem gewissen alter nicht mehr so einfach: deshalb stand am anfang ein kurzer satz im notizblock des mobiltelefones der da kryptisch lautete: sveti jure im november!
 
da wie gesagt das eigene merkvermögen mit zunehmenden alter nicht mehr das beste ist, habe ich es mir zur gewohnheit gemacht kurze merksaetze zu notieren: hochzeitstag der ehefrau (und auch der eigene) , geburtstag der tochter – eigener geburtstag usw – das übliche halt...
ich wusste, dass ich von diesem berg in irgendeinem der vielen foren gelesen hatte (vermutlich, aber nicht sicher mimoto) und, was wichtiger war, dass ich dort auch spaeter im jahr hinfahren konnte um die eigene motorradsaison zu verlaengern.
also wurde wie ueblich kurviger.de bezueglich einer moeglichen strecke befragt und nach kurzer zeit stand ein grundgeruest an daten fest: die tour sollte 7 tage dauern und ca 2700km lang werden.dem stand ein missverhaltnis an freien tagen und ein zuviel an km irgendwie im wege.
 
aber zurueck zum anfang.
ich liess den gedanken bei einer allfreitaeglichen benzinplauderei im clublokal beilaeufig fallen und hoffte auf positive reaktionen von mitreisenden, die aber a) bereits das moped eingewintert oder b) nicht verrueckt genug bzw c) bereits ein gebranntes kind meiner “kurz“strecken waren. also wandte ich mich vertrauensvoll an hermann, der ja genuegend sitzfleisch bei der schinken-hol-tour nach san daniele bewiesen hatte und der von der idee auch angetan war. leider stand am beginn auch noch die wettervorhersage, die zu diesem zeitpunkt nicht sehr rosig aussah und die knappen fuenf tage um einen ganzen verkurzt haette und die an sich schon etwas problematische tour damit real zunichte machte. hermann nahm also einen kurzzeitig vereinbarten arzttermin wahr und der bader fand natuerlich, was er finden sollte und setzte die haelfte des ibuprofengeschwaders hiermit ausser dienst. montag nachmittag schlussendlich liess sich der wettergott (oder hermano ducatisti) erweichen und von morgendlichen regenschauern abgesehen sollte die witterung passen. also die frau von der bevorstehenden abfahrt in kenntnis gesetzt (die sich im uebrigen ebenfalls in der mitte (hitze) der nacht auf den weg nach sarajevo machte um dort ein bisschen zu kegeln) und das gepaeck zusammengesucht.
fakt ist: ich muss noch viel lernen – denn wie immer war zuviel an unnoetigem dabei.
 
aber: SO viele auslandstouren waren es noch nicht und ich habe ja die notizblockfunktion im mobiltelefon...
 
und damit zu
 
 
 
tag1:
grundsaetzlich war eine eher rasche anfahrt bis slowenien geplant, da dies strassentechnisch wenig neues zutage foerdern wuerde um dann quer durch slowenien/kroatien nach rijeka auf die magistrale zu stossen und dann bis zuerst geplant carlobag bzw im endeffekt bis zadar zu kommen.
um 6 uhr tagwache (hatte sich bewaehrt und wurde auch die naechsten tage so durchgefuehrt), kleines fruehstueck und hinein in die lederkombi und die regendress (erwaehnt muss hier auch noch die merino unterwaesche werden – sozusagen ein schaf im schaf).
ortlieb tasche und tankrucksack auf das moped, die cam (mit permanenter stromversorgung und ebenso versorgter fernbedienung) und den tankrucksack montiert und die brave blaue elise (err, jetzt schwarze elise) gestartet. wie konnte ich jetzt nur vergessen, die beheizbaren handschuhe zu erwaehnen. seit der club-pfingstausfahrt 2016 ein notwendig gewordenes utensil. zum einen leide ich unter immerzu kalten haenden, zum anderen haben es die dummen auch gerne warm;-)
also ueber den triebener tauern (bei leichtem schneefall und vermuteten 2 grad plus) , obdacher sattel und wolfsberg (!) . dann ein stück durch das lavanttal und bei bleiburg husch husch über die slowenische grenze (mittlerweile bereits der regendress ledig). diesen grenzuebergang hatte ich bisher noch nie benutzt und war schon gespannt auf das folgende. zu recht wie sich herausstellte.
in nettem kurvengeschlaengel ging es uber den sleme und dannach den strma reber – beide waren mir nicht einmal vom hoerensagen bekannt, sind aber absolut lustig zu fahren. bei zamost die cabranca und hiermit auch die slowenisch/kroatische grenze überquert. kurviger.de hat sich wieder einmal bei mir beliebt gemacht, einfach genial zu fahrende strassen und straesschen.
es folgte ein entlangfahren am nationalpark risnjak, der ebenfalls gewaltig schoene strecken und ausblicke bot. schlussendlich: die adria und das erste etappenziel – die jadranska magistrale – war erreicht. da ich gut in der zeit lag, beschloss ich meine fahrt ueber carlobag hinaus auszudehnen und bis zadar zu fahren um die noetige zeit fuer den sveti jure leicht uebrig zu haben.
die magistrale enttaeuschte mich auch dieses mal nicht (im vorjahr zusammen mit der ehefrau unterwegs, leider hat uns das miese wetter damals ein paar striche durch die rechnung gezogen). einfach nur schoene landschaft und gut angepasste kurven mit belag, der sich bei trockenheit wirklich gut fahren laesst (um es einmal so auszudruecken;-)aufgrund ruecksprachen mit der unterkunftsbeauftragten zuhause etwas ueber das ziel hinausgeschossen, aber nichts, das wirklich viel zeit gekostet haette und in zadar nach 665km das moped abgestellt.
kurzbesuch der innenstadt (nachdem wir im vorjahr zwei naechte hier verbrachten), spaziergang und nahrungszufuhr (die den ganzen tag ueber doch eingeschraenkt war und von kuk (kaffe&kuchen) keine spur. dafuer beim baecker bereits fuer das fruehstueck vorgesorgt und damit gute nacht.
 
 
 
tag2:
prinzipiell projektiert: dubrovnik. da ich vom vorjahr wusste, dass die magistrale vor/um split nicht das schoenste ist, wurde bereits vorab ein schwenker um die grossstadt geplant und gefahren. auch hier: einfach nur schoen und mehr oder weniger gegenverkehrslos. aufgrund der gestrigen einfahrzeit auch ein leicht moeglicher besuch am sveti jure. ausserdem noch ein bild fuer den regengott hermann angefertigt an der makarska riviera: mit „a duk“ und meinem zusatz: fehlt mir hier (natuerlich auch der bmw hermann )... und was soll ich sagen: wenn man nicht weiss, wo man hin will, wird man nicht hinfinden (ein ausgesprochen intelligenter satz, den lasse ich mal einfach so stehen). das hatte ich mir etwas einfacher vorgestellt, so a la: beschilderung mit hinweis auf den sensationellen berg etc...
vielleicht war das ja auch vorhanden, ins auge gestochen hat mir da nichts (gluecklicherweise), und auch basecamp hat beim uebertrag der daten und nachschau dieses ziel verweigert. wahrscheinlich sitzt da das problem wie ueblich auf der anderen seite des monitors...
egal: grandiose an- und auffahrt auf den hoechsten berg im biokovo gebirge. ich empfehle dieses ziel NUR fernab der saison aufzusuchen, da es sich sonst zum einen sehr muehsam, zum anderen als tagesetappe entpuppen koennte. wer enge strassen und kehren und strassen ohne randsicherung nicht mag, sollte allerdings davon absehen. da nichts davon auf mich so 100%ig zutrifft bin ich ganz einfach bis zur wetterstation hinaufgefahren und dort traf ich einen der wenigen anderen motorradfahrer, die mir auf diesem ausflug begegneten. witzigerweise ein in wolfsberg! arbeitender pole, mit dem ich mich gemeinsam auf den weg zur kapelle machte und der dort geocachenderweise (christian, DAS ist mal ein ziel) unterwegs war.
dann wieder das straesschen hinunter und weiter richtung dubrovnik. zwischenzeitig grenzuebertritt nach bosnien-herzegowina. anders ist dubrovnik ja auf dem landweg nicht zu erreichen. die adresse des quartiers an der bruecke zu dubrovnik im navi eingegeben und losgefahren. als mich das ding dann auf ein ca 1m breites gaesschen (auf dem gerade ein rollerfahrer entgegenkam locken wollte, haben lieschen und ich verweigert und eine neuberechnung am navi durchgeführt. schlussendlich stellte sich die alternative auch nicht als das gelbe vom ei heraus. mit einer steigung von 25% und engen steilen kehren gestaltete sich die herbergssuche als sagen wir einmal: interessant – noch einmal dankeschoen an meine beherbergungsbeauftrage in der heimat: ich habe mich in das gipfelbuch eingetragen;-)
aufgrund schlechter recherchen (keine notiz im hendl) war der mauerzugang der altstadt bereits geschlossen (17.30) und nach einer stunde spaziergang in den gaesschen hatte ich genug vom chinesischen festland. halt, wir sind ja nicht in china – sondern genug von den fuer diese jahreszeit erstaunlich grossen menschenmengen und machte mich wieder auf in das gebirge zum quartier. natuerlich nicht ohne beim baecker eingekauft zu haben.
 
gute nacht welt....
 
 
 
tag 3:
seltsamerweise bin ich schon wieder einige zeit vor dem wecker wach und nach dem ueblichen ritual (ich kenne dich nicht, aber wenn du schon hier bist wasche ich dich) elise gesattelt und auf den weg gemacht. planung urspruenglich: dubrovnik bis irgendwohin in bosnien (vermeintlich richtung bihac). da aber die goettergattin im zuge des europapokals in sarajevo weilte, kam es wie es kommen muss. mehr oder weniger von selbst hatte sich das zumo mit den sarajevoischen hotelkoordinaten befuellt und was blieb mir da auch schon anderes uebrig. clubkollegen hatten montenegro schon ein loblied gesungen und ich muss sagen: ich kenne jetzt auch mehrere strophen davon. haette ich das gewusst, haette ich die gyrocam mit eingepackt, denn so geleckte frisch asphaltierte und gut ausgebaute strassen haben ich noch selten zu gesicht bekommen. na ja, auch in rumaenien waren die strassen heuer besser als die durch die steirische und kaerntnerische provinz.
aber zuerst zum anfang: dubrovnik problemlos verlassen und auch die mobilen daten am handy abgestellt. die grenze nach montenegro ueberschritten und die bucht von kotor erreicht. das zumo wollte mich natuerlich schnellstmoeglich zur gattin bringen, was ich aber mit einem kleinen kunstgriff (nein, die faehre nehme ich nicht wegen seekrankheit von elise) abwenden konnte. somit machte ich mich auf den (gedacht) kurzen umweg, da man ja das andere ufer sieht. dass dazwischen aber eine unmenge buchten (fast schon fjordmaessig – slartibartfass laesst gruessen) den weg saeumten, dauerte es doch etwas laenger – dennoch bin ich froh, diese route gewaehlt zu haben. ich habe erst gestern gehoert, dass eine bruecke hier geplant ist (schade um die faehre ist es dann in jedem fall und vielleicht sollte ich das auch noch machen solange es noch geht). die plage des mittelmeeres (vulgo kreuzfahrtschiffe) war natuerlich auch im hafen von kotor versammelt. bei einem fotohalt tauchte auch ein kurz zuvor ueberholter franzoesischer bus auf und die fotografierende madame war ueber mein „bon jour madame, c’est tres jolie ici“ doch etwas erstaunt, rofl. ich machte mich dann ueber eine gewaltig trassierte kurven- und kehrenreiche strasse auf, dem ganzen treiben aus der vogelperspektive zuzusehen. fast jeder pkw, der mich im rueckspiegel erblickte (und auch bus und lkw) lieszen mich passieren (etwas, das mir auch bei unseren frankreichbesuchen schon sehr gut gefallen hat). und weiter ging es richtung durmitor nationalpark via hauptstadt podgorica. na ja, windeseile duerfte etwas uebertrieben sein,
 
denn wie heisst es:
Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!
(Faust Teil 1)
 
also die strassen, die die montenegriner hier in die berge gezimmert haben sind der pure wahnsinn. vielleicht so in etwa wie die ss120 auf sardinien vor dem ausbau und der begradigung. in jedem fall: genial!
und dann der durmitor nationalpark inklusive tara schlucht. und dann die fahrt durch den nationalpark. bis auf einen kleinen schlenker, bei dem weder das lieschen noch ich eine strasse mehr erkennen konnten und uns einen umweg suchten war alles eitel wonne. und und und....und das ist eigentlich eine gelinde gesagt starke untertreibung. die panoramastrasse (eine, die diesen namen auch vollauf verdient) fuehrt grossteils auf 1400m hoehe durch eine wilde unirdisch schoene landschaft. der adler ist nicht umsonst im wappen von montenegro vorhanden. ich durfte sie auch beim kreisen beobachten und ein klein wenig beneiden. seen mit karibischer faerbung und wunderbare aussicht soweit das auge reicht haben dieses makellose bild ergaenzt. bei der abfahrt zum pivsko jezero (stausee) hat mich an einem parkplatz ein auto mit (vermutlich) chinesischen insassinnen ueberrumpelt und eine bilderorgie mit mir veranstaltet (habe ich so bisher noch nie erlebt).
die fahrt den stausee entlang ist aufgrund der trassenfuehrung und den (zum grossteil) unbeleuchteten und roh in das felsgestein gehauenen tunneln ein erlebnis. grenzuebertritt nach bosnien-herzegowina und das bild aenderte sich rapide.
man sieht, dass das geld hier wesentlich knapper ist und dass die spuren und folgen des elendigen krieges noch lange nicht verschwinden werden. dafuer, dass land und leute (meines erachtens) wesentlich mehr als in den anderen daran beteiligten laendern gelitten haben, machen sie sich aber sehr gut (sofern mir eine solche klassifizierung ueberhaupt zusteht). vermutlich deshalb fanden sich auch einige k ilometer nach der grenze wieder schoen und gut zu fahrende strassen die das brave einzylinderchen hurtig unter die hufe nahm. schlussendliches ankommen in sarajevo (man mag stadtverkehr oder man (frau) mag ihn nicht......) und erreichen des hotels mit göttergattin‘s empfang.
 
eintrag in das tagebuch:
liebes tagebuch: das war der bislang beste motorradtag in meinem kurzen mopedleben
 
 
 
tag4 :
1.) fruehstueck (wahnsinn, gab es im hotel bereits ab 06:00) und abschied von meiner moni!
2.) sarajevo ist kein gutes pflaster fuer oesterreicher
3.) auch eine xt ist einigermassen schwer, wenn sie in einem ca 135grad winkel zu liegen kommt
4.) jetzt weiss ich, warum ich im fitnessstudio trainiere;-)
5.) wenn es bergauf geht, muss es auch bergab gehen.....
 
aber eines nach dem anderen.
da ich ja klugerweise mein navi nicht mit den daten der kommenden route gefuettert (wie wir uns erinnern war ja urspruenglich richtung bihac geplant), sondern eine andere zuvor eingeplante nach varazdin verwendet hatte und dazu noch das zumo den weg dorthin selbst suchen liesz, war das ganze elend ja mehr oder weniger bereits vorprogrammiert. das navi lotste mich natuerlich schnurstracks und genau zum anfangspunkt der strecke. was ich dabei nicht bedacht hatte war, dass die strecke ja von der anderen seite gekommen waere und ich deshalb davon einiges haette abkuerzen koennen.... haette haette.... (hinterher klueger zu sein ist eine exakte wissenschaft). das teil also lotste mich quer durch sarajevos enge und engste gaesschen und bei einer bergauf (knapp an der 25% steigung von dubrovnik) und schraeg geneigten 270grad abzubiegenden kreuzung geschah, was immer auf lieschen‘s touren passiert. einmal anstatt gang eins immer noch gang zwei und das gasgeben wurde mit absterben und sofortigen antriebsstop quittiert. was bei einer gewissen neigung in fahrtrichtung nach rechts und der daraus resultierenden falltendenz zu einem ebensolchen fuehrte. auf das aussickern von benzin ueber den geschlossenen tankdeckel wurde mit leichter panik meinerseits reagiert. schluessendlich erinnert ich mich daran, dass ich a) den hitchhiker’s guide gelesen und b) mein handtuch dabei hatte. also stellte ich das ross wieder auf die beine, bzw die reifen nach unten und raeumte die gefahrenstelle.
dass ich tropf aber auch weiterhin ohne nachzudenken dem navi folgte laesst sich nur mit zunehmender vergreisung erklaeren. das ding schaffte es daraufhin, mich in ein gaesschen zu locken in dem ein (keine ahnung wie das dorthin gekommen ist) auto parkte und mir zwischen hausmauer und pkw jeweils keine 5cm platz liesz. weiters fuhr ich dann in eine (natuerlich nicht als solche gekennzeichnete) sackgasse ein, die sich ebenfalls aufgrund der steilheit und enge als nicht leicht zu nehmendes hindernis herausstellte. immerhin machte mir dadurch die morgenkuehle nicht zu schaffen und ich konnte auf das einschalten der heizhandschuhe verzichten.
nach schlussendlicher durchfahrt durch sarajevo erfolgte der eintritt in eine nebelbank, aus der ich erst knappe 3 stunden spaeter wieder auftauchte. mit der gewaltigen distanz von 100km die ich in diesem zeitraum zurueckgelegt hatte.
daraufhin zog ich die mitgenommene strassenkarte zurate und verlegte die route auf ein fuer mich einfacheres und tageszielerreichbares terrain.
grenzuebergang nach kroatien und ankunft in varazdin. beim spaziergang in die altstadt eine pizzeria wiederentdeckt in der ich vor einigen jahren bereits einmal war und aus nostalgischen gruenden auch in dieser geblieben. als tagesausgleich dann auch noch im irish pub ein guiness zu mir genommen und den tag NICHT mehr revue passieren lassen.
 
gute nacht!
 
 
 
tag 5:
auch hier bereits fruehstueck ab 06.00
der stalldrang von elise (und vielleicht auch ein bischen von mir) war nicht mehr zu uebersehen und so haben wir beide uns ohne viel schnick und schnack auf den weg nach hause gemacht. an der kroatisch/slowenischen grenze noch einmal zurueck ueber die bruecke gegangen und dann fast ohne kontrolle in slowenien eingereist – hatte ich nicht mehr so in erinnerung, dass die beiden zollhaeuschen kaum einen meter voneinander entfernt sind (leise rieselt der kalk, dafuer sieht man oefter mal was neues).
am triebener tauern clubkollegen/innen gegruesst, aber uebersehen worden – irgendwer war also hier zu schnell. nach einer vorsichtigen talfahrt trieben erreicht und kurz darauf auch den heimatlichen stall. lieschen abgeladen, gefuettert und gestriegelt. den rest der ausruestung versorgt und die spaeter heimkommende bergerklimmende gattin gekuesst. das wars auch schon....
 
brrrrrr elise
 
fazit:
es ist immer wieder ueberraschend, wie weit man mit „dobre dan“ und einem laecheln im zusammenspiel mit gestik (meistens verstaendnisloses achselzucken, wenn man in der landessprache zugetextet wird) kommt. mit der entsprechenden fingeranzahl und auf das gewuenschte zu deuten laesst sich der kalorientagesbedarf wie auch alles uebrige recht einfach erledigen.

teilnehmer: zwei (leider nur lieschen und ich)

gummiverbrauch: ist die strass‘ im schatten feucht, liegst du auf der nase leucht..... (absolut nicht zu unterschaetzendes handicap auf dieser reise. die schuhsohlen duerften mehr gummiabrieb haben als elisens hufe – und das testen der strassenglaette hat sich nach mehreren auskeilversuchen des braven pferdchens doch mehr als bezahlt gemacht)

gefahrene kilometer ca 2.400

gefahrene kurven: bin noch am rechnen (aber grundsaetzlich sollte eine hand ausreichen)

kuk: nach vorherigen reisen durch reiseleiter christian/gonzo bereits entsagungen und entbehrungen gewoehnt

ganganzeige: ist man des schaltens nicht so maechtig, hilft dir dieses teil ganz praechtig...

verbrauchter sprit: nicht so wichtig, viel wichtiger ist: tanke in der zeit, dann hast du in der not (ueber 30km im gebirge die tankanzeige leuchten zu sehen ist nicht gut. vor allem bei gegen null tendierendem verkehrsaufkommen)

alkohol: setzt man getrunkenes wasser zu getrunkenem alkohol in relation wird man ungefaehr auf c1 kommen

wetter: meteox.de ist hilfreich

strassen: kurviger.de ist SEHR hilfreich

unterkunftsbeauftragte: ist SEHR SEHR hilfreich, da man ohne zeitverlust ein bettchen hat

navi: muesste die navi heissen, textet dich zu, fuehrt dich in die irre und kann keine karten lesen

heizhandschuhe: nicht zu ueberbietender und unverzichtbarer luxus

regen: dank vorsichtiger erkundigungen ueber den aufenthaltsort der regengoetter mirx und hermann: nach deren einflussbereich praktisch nicht mehr vorhanden

quintessenz: dort werde ich bald wieder einmal zu finden sein. vielleicht sogar im zuge der adriaumrundung mit der goettergattin im naechsten jahr)

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