adventure tour mit gonzo! 

 

man(n) und auch frau kann nur sagen, dass diese ausfahrt durchaus dem thema angepasst war. nach kurzfristiger planung mit meiner besten ehegattin war es uns möglich, an diesem ausflug teilzunehmen. nachdem auch christian vom geĂ€nderten abfahrtermin (er war zeitlich noch auf freitag fixiert) verstĂ€ndigt wurde und er seine regierung von der wichtigkeit dieses ausfluges ĂŒberreden konnte, war es dann am samstag mittag soweit.

 

erster clubausflug fĂŒr ferdinand und moni!  ferdinand (der immer traurig die abwesenheit von jaqueline in der garage bemerkt) durfte das erste mal mit den anderen in die grosse weite welt.

 

um 13:00 gab gonzo die anordnungen zum aufbruch. der weg fĂŒhrte ĂŒber den triebener tauern und weiter ins lachtal (hier wollte jaqueline das erste mal den weiterritt verweigern).  gewohnt, nach einer 70-100 km distanz etwas auszuruhen, wollte sie schon fast den blinker zum forellenstĂŒberl (gute mehlspeisen, optisch  positiv auffallende bedienung) setzen, wurde aber von gonzo unbarmherzig weitergetrieben.

 

weiter ging es ĂŒber st.blasen (christian muss einmal ĂŒber die erweiterung seiner f***ing tour nachdenken) und st.lamprecht (nur ein kurzer flĂŒchtiger blick auf das stift) . laßnitz, oberalpe, metnitztal, vorbei an glödnitz,  gurktal und weiter nach sĂŒden, und durch feldkirchen zur ossiacher tauernstrasse.

 

hier lauerten zwei premieren auf monika & ferdinand - bestraft durch einen halt bei einer tankstelle (OHNE ZU TANKEN) und ohne kaffee zu trinken, begann der himmel zu weinen (wobei natĂŒrlich auch regengott mirx an uns gedacht haben könnte). das erste mal ĂŒberhaupt in die regenkombi (auch einer freundlichen einladung zum kaffee, ausgesprochen von einer hilfsbereiten kĂ€rtnerin, wurde standgehalten). kaum war der schock ĂŒber den „liquid sunshine“ vorbei, nahm das schicksal (gonzo) fĂŒr moni einen schlimmen verlauf.

 

adventure = abenteuer = „schotter muss sein“ - also eine weitere premiere fĂŒr monika und etwas erhöhter puls (um es einmal salopp auszudrĂŒcken).

 

beim ablegen der regenkombi nach einigen schotterkilometern wollte jaqueline nicht mehr weiter und sich hinlegen und zur ruhe begeben. durch herzhaftes handeln von christian und gonzo wurde diese aktion aber verhindert.

weiter ging es nach sĂŒden. keine rauch- oder sonstige pause in sicht. und die kulinarische köstlichkeit einer leberkĂ€sesemmel aufgrund eines geheimtipps von christian wurde ebenso in den wind geschlagen, wie ein mögliches auffĂŒllen des brennstoffes (fĂŒr mensch und maschine)

 

endlich: tankstopp - kulinarischer höhepunkt: eine halbe schokoschnitte.

aber wenigstens gelang es mir erstmals wieder die verdreckte kamera am vorderrad  in betrieb zu nehmen

(das ging natĂŒrlich zu lasten meiner verpflegungszeit)

 

hinauf auf den wurzenpass und nĂ€chste erst-tat: das erste mal auf dem motorrad in slowenien. kranjska gora kurz gestreift und schon wartete der vrĆĄič pass mit seinen 50 kehren auf uns (wenigstens in unserem fall die aufwĂ€rtskehren mit pflastersteinen und nicht bergab und ausserdem kein regen)

 

das passbild mit dem schild auf der passhöhe kann erst beim nÀchsten ausflug angefertigt werden, da der reiseleiter zur weiterfahrt drÀngte. nach kurzem fotohalt den pass hinunter und beim camp triglav eingecheckt.

 

hier durfte ich das erste mal das organisationstalent gonzos in extremer ausprÀgung beobachten. zeitlich mit ihm das zelt ausgepackt, waren wir noch immer in betrachtung der einzelteile und eines möglichen zusammenbaues vertieft (ikea-syndrom), als der reiseleiter bereits wieder frischgeducht und umgezogen aus seiner luxusvilla auftauchte.

das abendessen, auf der bereits spĂŒrbar kĂŒhleren terrasse im freien und ein paar getrĂ€nken drinnen an der bar, wurde rĂŒde durch die wirtin „11.00 gibt nix mehr“ beendet.  aufgrund organisatorischer mĂ€ngel erwartete uns am nĂ€chsten tag in diesem gasthaus auch kein frĂŒhstĂŒck: „ erst ab 9:00 und alles ausverkauft“. gonzo hatte zur entlastung der doch etwas schwach-ps-igen ktm darauf verzichtet einen benzinkocher und cerealien  mitzunehmen. wir darauf aus mangel an weitsicht. ABER: familie oberreiner, gewieft durch bereits erfolgte ausflĂŒge, hatte genug verpflegung mit, um uns alle am andern morgen zu versorgen. also 7:30 tagwache, dann verpflegungsausgabe bei fam. oberreiner.

 

abbau des zeltes (hier ist wieder ein premieren eintrag fĂ€llig: erstes mal zelten fĂŒr monika) und beladung der motorrĂ€der. ca 8:45 abfahrt durch das soča-tal. strahlend schönes wetter und ein herrlich tĂŒrkis schimmernder fluss sorgten fĂŒr hohe endorphin ausschĂŒttung. um dieses gefĂŒhl bei moni nicht abklingen zu lassen, hatte gonzo noch eine kurze schotterpartie eingestreut, die mit einem kleinen boxenhalt aber ohne schĂ€den endete.

 

danach war ein stopp (zum verspĂ€teten frĂŒhstĂŒck - brunch?) vorgesehen, leider blieb aber die kĂŒche kalt (frĂŒhstĂŒck bis 9.00 mittagessen ab 12:00). dafĂŒr durften wir die interessante beladung eines triumph-motorrades beobachten (deutsche lenkerin), die in weiten teilen an den turmbau zu babel erinnerte.

 

 

bezĂŒglich der dringend notwendig gewordenen nahrungsaufnahme wusste der umsichtige reiseleiter aber abhilfe und wir erreichten nach kurzer fahrt eine versteckte pizzeria, mit pizzas in wagenradgrösse (mindestens 21 zoll) und ausgezeichnetem essen, wobei susanne möglicherweise noch die kommende woche genug zu essen haben wird.

eine horde germanischer motorradfreunde, die sich aus einer nebenstrasse vor uns auf den asphalt drĂ€ngten, wurden von einer erbosten susanne versĂ€gt, wĂ€hrend der langsame teil (moni/christian/hans) auf deren abbiegen wartete. ĂŒber den seeberg ging es in bereits nettem tempo (durch verbesserte kehrentechnik bei ferdinand) zurĂŒck in die heimatlichen gefilde. durch das „mach-urlaub-bei-freunden“-land vorbei am gösseldorfer see, völkermarkter stausee, hĂŒttenberg und endlich wieder in der steiermark - vorbei an neumarkt, durch das lachtal, triebener tauern zurĂŒck nach liezen wobei die geschwindigkeit im vergleich zur hinfahrt um einiges gesteigert werden konnte.

aufgrund eines technischen gebrechens bei unseren motorrÀdern funktionierten an der eisenhofkreuzung nur die linken blinker, wir nahmen aber trotzdem den weg zum cafe white nach rechts und mit ein paar getrÀnken endete eine traumhafte tour.

 

fazit:

eine ausgesprochen schöne ausfahrt mit mehreren höhepunkten (an dem im zelt wird aufgrund platzmangels noch gearbeitet werden mĂŒssen), traumhafter kulisse rund um den triglav, wunderschönen pĂ€ssen und unfallfreiem ablauf. wie man lesen konnte, waren es mehrere erstlingstaten, wobei der schotter

unter markigen worten (monika) und das zelten mit neuanschaffung eines 3-mann/frau zeltes (siehe gonzos-luxusvilla) fortgesetzt werden wird (unser 2-mann/frau tunnelzelt kommt grössenmÀssig ca 30 jahre zu spÀt). die packliste wird noch einiges an feinarbeit erhalten und jaqueline alukoffer.

 

verbrauchter treibstoff:

ca. 220 liter benzin

1,5 l kaffee

3,0 l cola

fruchtsÀfte in angemessenem rahmen

einiges an bier

mehrere bÀrenblutschnÀpse

tee in homöopathischen mengen

und mineralwasser nicht der rede wert

 

Autor : Hans Lengauer

 

 

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