Am Freitag um 8 Uhr waren wir bereit zum Aufbruch für unseren „Gewalttrip“ zum fast 1.000 km entfernten Motorradtreffen in Bardonecchia – dem höchstgelegenen Motorradtreffen Europas – das Stella Alpina. 4 tapfere Mitstreiter haben sich zusammengefunden – Gonzo, der Initiator, Peter, der die neue BMW mal ordentlich über den Schotter prügeln wollte, Tom, damit er wenigstens mit der großen KTM zum Crossen kommt, wenn er schon für die Kleine nie Zeit hat und meine Wenigkeit, damit auch die Frauenpower vom MCF erhalten bleibt. 

 

Vor dem Start schon der erste Rückschlag – die EFI unseres Initiators bockt und nach einer Stunde Warten und Hoffen leider die Meldung – die EFI ist krank und Gonzo kann nicht mit. Also starten wir zu dritt in Richtung Süden los…..und Gonzo in Richtung Rottenmanner Kirtag, zum Standl mit dem kühlen Bier ;o)  Während wir in den 5 Tagen mit der extremen Hitze gekämpft haben, kam uns mehrmals der Verdacht, dass sich der liebe Gonzo den Wetterbericht ganz genau angeschaut hatte und dann lieber zu kühlem Bier und Badehose griff, als zur Motorraddress…. (Scherzerl) 

 

Über Radstädter Tauern und Katschberg ging´s Richtung Lienz, dann weiter über Sillian durchs Pustertal Richtung Sterzing  und über den Jaufenpass und das Stilfserjoch zu unserer ersten Nächtigungsstation in Bormio.  

 

Am nächsten Morgen gings früh weiter und entlang des Como-Sees auf die Autobahn in Richtung Mailand, Turin und schließlich nach Bardonecchia. Im Ort haben wir uns dann noch mit Proviant und Heinekens versorgt und schließlich den schottrigen Anstieg zum Rifugio Scarfiotti und zu den Almwiesen, wo das Stella Alpina stattfindet, in Angriff genommen. Nach der Megahitze, die wir in den letzten beiden Tagen hatten, waren uns die kühlenden Regentropfen und die Wolken gar nicht unangenehm. Es waren ca. 1.000 Biker aus Italien, Frankreich, England, Österreich, Schweiz, etc. beim Stella Alpina vertreten und man konnte die abenteuerlichsten Bikekonstruktionen bewundern.   

 

Nach Zeltaufbau und einer gscheiten Jause haben sich Peter und Tom dann aufgemacht, um den MSV zu suchen, der mit einem Mann – Peter Beck – am Stella Alpina vertreten war. Der hatte netterweise für uns MCF-Kollegen ein Fasserl Rotwein in Frankreich mitgenommen und dem musste auch ordentlich zugesprochen werden, da man dieses Fass, einmal geöffnet, ja nicht mehr transportieren kann. Unvorhersehbare Gleichgewichtsstörungen und die Tatsache, dass irgendjemand hinterhältigerweise die Almwiese unter Peter Bs. Beinen einfach weggezogen hat, sorgten dafür, dass unser Peter K. beweisen konnte, dass er nicht nur ein super Tischler, sondern auch ein begnadeter Sanitäter ist….. 

 

Am nächsten Morgen waren dann die MacGyverKünste von Tom gefragt, da die Brille unseres MSV-Kollegen zerbrochen war und er ohne Brille natürlich nicht fahren konnte. Da im Teamwork immer alles besser geht, hat Peter den fehlenden Brillensplitter im hohen Gras gefunden, Tom hat repariert und Peter Beck konnte wieder was sehen – Happy End! (und mein Beitrag am Teamwork ist die Niederschrift des Ereignisses für die Nachwelt ;o)))) 

 

Nach der Auffahrt Richtung Sommelier-Gipfel, der uns wieder 3 Kehren vor dem Ziel durch den Schnee verwehrt blieb, sind wir am Nachmittag in Richtung Italien aufgebrochen. Über den Mont Cenis, den Col de l’Iseran ging´s nach Val d’isere auf einen köstlichen, aber sauteuren Kaffee und schließlich über den kl. St. Bernhard nach La Thuile in Italien. Hier mussten wir erst mal unseren Zimmervermieter überzeugen, dass sich Peter nicht in das Zimmer zu 2 schwedischen Motorradfahrern legen konnte, nur weil die grade beim Essen waren ;o))) 

 

Über den gr. St. Bernhard kamen wir Montag dann in die Schweiz und durch das Valle d’or an Sion, Sierre, Brig, etc. vorbei, endlich über den Furka- und den Oberalppass. Für die sicherlich schöne Landschaft des Wallis hatten wir keine Augen, da wir nur damit beschäftigt waren uns bei konstanten 80 km/h und ständigen Überholverboten die Schweißperlen aus den Augen zu wischen – es hatte immerhin 38°C. Wir haben es dann bis kurz vor Davos geschafft, wo ein heftiges Gewitter niederging, bei dem wir aber schon schön warm und trocken in unserem Campingheim saßen und Peter den Mitarbeitern dort einen ordentlichen Sprachkurs für’s Steirische gegeben hat ;o)) 

 

Am Dienstag haben wir uns dann von Davos über Landeck wieder nach Österreich und endgültig in Richtung Heimat aufgemacht. Nach einem temperaturmäßig relativ angenehmen Vormittag, hat uns am Nachmittag wieder die Hitze eingeholt und schön durchgebraten sind wir schließlich über den Gerlospaß, Wagrain und die Fageralm wieder heimgekehrt. 

 

Es war eine schöne Tour, in 5 Tagen ca. 2.400 km, aber wir 3 sind einer Meinung, dass es ruhig um mindestens 10 – 15°C kühler sein hätte können …..jawohl, auch ich, die verfrorene Pez!!

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