Viele hat es nicht gegeben, die sich aufgrund der megaschlechten Wetterprognose für ganz Europa an diese Ausfahrt gewagt haben, aber nach dem Motto: „Wenn Englein reisen….“ hat sich der harte Kern an diese wettertechnische Herausforderung gemacht. 

 

Die 3 Vereins-Adventures (für nicht Insider: Gonzo, Tom und Pez) und der „Nutzi mit der Guzzi“ haben die Fahrt am 13.05. um 9,30 Uhr von der MOL in Liezen gestartet. Nachdem es in Wörschach zu regnen begann und fürchterlich verhangen und schwarz war, haben wir uns eigentlich mental auf 500 km Regenfahrt eingestellt, aber siehe da – ab Gröbming hat der Regen aufgehört und auch die Straße wurde immer trockener. Wir haben über Bischofshofen, Zell am See, Mittersill, Felbertauern die regenfreie Linie erwischt und sind schließlich genau passend zur Mittagspause um 13 Uhr in Lienz eingetroffen. Während wir uns im Brauhaus ein köstliches Mahl einverleibt haben, hat sich der Himmel so richtig ausgeschüttet und rechtzeitig zur Weiterfahrt gab´s schon wieder Sonnenschein. Richtung Gardasee wurde es auch immer wärmer, sonniger und blauer. 

 

 

Um ca. 18,30 Uhr hatten wir dann auch unser Quartier in Brenzone gefunden und nach einem Abendessen direkt am See – ja, im Gastgarten – auch wenn ihr das nicht glauben könnt!! – hat sich unser Robert dann zurückgezogen. Wir 3 Adventurer sind noch losgezogen und haben uns zu Fuß in die nächste Ortschaft aufgemacht, wo wir den Willi (unseren bayrischen Karaoke-Gaststar und Zauberer) und seine Baumi-Brothers getroffen haben, die ihre Bikes auch trotz schlechter Vorhersage zum Gardasee geritten haben. War, wie immer, witzig mit den Buben und nach Bier und Limoncello wollte uns der Kellner einfach nix mehr geben und Sperrstunde machen. Also sind wir halt wieder heim marschiert und haben tatsächlich insgesamt 6 km zurückgelegt – sooo sportlich sind halt nur die KTMer, dass sie nach einem ganzen Tag am Bike abends noch wandern ;o)) 

 

 

Am Freitag haben wir uns eine Runde zum Idro- und Iseosee mit eingebauter „Tre-Valli-Höhenstraße“ ausgesucht. Routenplan wäre gut gewesen, Wetter hat mitgespielt, schöne Kurverlstraßen, aber dann…..Tre-Valli-Straße gesperrt…..wieder mal der Schnee!! Aber wir haben sofort umgeplant – der Gonzo und sein Navi sind ja sehr flexibel – und wollten uns über eine andere Pass-Straße zum Iseo-See begeben. Leider hat dann aber eine richtig dicke Regenwand hinter den Bergen gelauert und wir mussten 10 Minuten unterstehen. Nachdem die Wetterlage in Richtung Berge eher schlecht als recht aussah, haben wir halt nochmals umgeplant und sind Richtung schönes Wetter zum Idro-See gefahren und durch das Val Toscolano am Valvestino-Stausee entlang wieder zu den Ufern des Gardasees zurückgekehrt. Blauer Himmel, Sonnenschein und eine Riesenpizza im Gastgarten in Torbole waren ein würdiger Ausklang für diesen schönen Tag. 

 

 

Samstag haben wir dann eine Tour gemacht, die ich vorgeschlagen habe…..die weibliche Intuition hat mich aussuchen lassen, denn tatsächlich kamen wir an einem Ort mit Markt vorbei und alle (nicht nur ich!!) haben geshoppt, was in den Tankrucksack ging (o.k., das war nur ich). Diese Strecke war eine Runde um den Monte Baldo über zahllose breite und schmale Straßen, bergauf und bergab, eine Höhenstraße entlang – und alle hatten eines gemeinsam – es waren wahre Kurvenorgien.  

 

 

Natürlich ging´s da mit dem Vice-Presi durch und nachdem er die Kamera montiert hatte, gab er sich mit dem Gonzo ein „Hoazerl“, das sich gewaschen hatte. Und dann, nachdem sich´s die Burschen derart besorgt hatten, dass unserem Nutzi ein wenig „schiach“ wurde, kam die traurige Erkenntnis, dass die Kamera nix aufgenommen hat und die Daheimgebliebenen jetzt leider filmtechnisch an dieser Kurvenorgie nicht teilnehmen können. 

 

Wieder im Tal angekommen, hat der Nutzi gleich die erste Kirche aufgesucht und ein Kerzerl angezündet (sooo arg war die Fahrt zwar auch nicht, aber….) und sich gleich mit den Heiligen fotografieren lassen (glaubt ihm aber trotzdem keiner, auch, wenn er mittendrin steht ;o)) Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen (danke Nutzi) kamen wir am späten Nachmittag wieder runter an den See und haben uns noch eine supergute Abschiedspizza und ein Eis gegönnt. Für mich gab´s Enten und Schwäne der Marke „superzutraulich“, wovon meine angeknabberten Finger ein Lied singen können. Aber sie waren alle soooo lieb – siehe Fotos. 

 

 

Sonntag morgen dann der Aufbruch nach Hause – wir haben uns für die schnellste Version – Autobahn – Silian – Lienz – Felbertauern – St. Johann – Wagrain – und heim – entschieden. Bis Lienz gab´s Sonnenschein, auf der Anfahrt zum Felbertauern hat sich dann der Himmel verdunkelt und oben hat es geschneit. Trotzdem hatten wir relativ viel Glück, denn auf dem Weg heim, hat es nur zwischen St. Johann und Wagrain geregnet, sonst war es einfach nur kalt! Da nützt auch die Griffheizung nicht mehr viel. 

 

 

Wir hatten 4 wunderschöne Tage mit coolen Strecken, gutem italienischen Essen, shoppen!!, lieben Schwänen – dafür haben wir die 2 – 3 kalten Stunden der Heimfahrt locker in Kauf genommen…..und die Frage, wer wohl das Englein war, das für das schöne Reisewetter verantwortlich war, die lässt sich wohl nur eindeutig beantworten………;o)   

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